Monat: Juni 2017

Irgendwann könnten das wir sein…

Meine Mama lebt seit dreieinhalb Jahren in einer Pflegeeinrichtung. Im Kopf ist sie noch ziemlich fit (obwohl das hin und wieder schwankt). Aber sie hört sehr schlecht und sieht noch schlechter. Außerdem machen die Beine nicht mehr so recht mit. Darum sitzt sie mittlerweile die meiste Zeit im Rollstuhl. Weiterlesen

Fortsetzungsroman – Das Mohnblumenfeld: Kapitel 2

Sie hatte das Auto geparkt und das Verdeck geöffnet, als sie bemerkte, dass der junge Mann im weißen VW Golf fünfzig Meter weiter immer wieder zu ihr herübersah. Ein gutaussehender Typ, schlank, dunkle Locken, der trotz der Tatsache, dass fast schon Sommer war, eine graue Strickmütze trug. Er tippte etwas in sein Smartphone. Es war früher Vormittag und mitten in der Woche. Außer ihrem Wagen und dem des jungen Mannes standen nur noch zwei weitere Autos auf dem Parkplatz am Ortsrand. Weiterlesen

Fortsetzungsroman – Kapitel 1

Als sie in Hamburg auf die Autobahn Richtung Süden gefahren war, hatte Poppy Skubek ein unangenehmes Kribbeln im Bauch gespürt. Sie war aufgeregt. Nein. Mehr als das: Sie war nervös. Es war fünfzehn Jahre her, seit sie das letzte Mal zuhause gewesen war. Quatsch! Dieses verschlafene Nest war schon lange nicht mehr ihr Zuhause. Und auch jetzt wäre sie nicht auf dem Weg dorthin, wenn es nicht sein müsste.
Die Bäume, die rechts und links der je drei Spuren die Fahrbahn säumten, waren von sattem Grün, denn es war Mitte Juni. Poppy betätigte den elektrischen Fensterheber, und warme Luft strömte herein. Weiterlesen